Reschensee

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Türkisgrüner Reschensee mit unrühmlicher Vergangenheit

Der Reschensee ist der bekannsteste Stausee in Südtirol. Das liegt an seinem Kirchturm im See. Dieser Turm ist das Wahrzeichen und ein stummer Zeuge der tragischen Zerstörung mehrerer Dörfer im Zuge des Staudammbaus. Heute ist der See ein beliebtes Reiseziel m Vinschgau.

Der Reschensee im Vinschgau ist echt eine Attraktion. Dieses türkis bis smaragdgrün glänzende Wasser vor den Bergen in Südtirol wirkt einfach traumhaft. Wenn du über den Reschenpass fährst, liegt der See gleich südlich im obersten Teil des Etschtals – auf Italienisch heißt er übrigens Lago di Resia. Aber Achtung: So idyllisch alles scheint, die Entstehungsgeschichte ist alles andere als schön. Der See ist kein Naturwunder, sondern ein künstlich angelegter Stausee mit einer echt düsteren Vergangenheit. Für viele Menschen hier ist das immer noch eines der schlimmsten Kapitel in der Geschichte Südtirols.

Wir wollen dir diese Geschichte nicht vorenthalten, aber natürlich auch zeigen, was du heute hier alles erleben kannst. Nach unserem eigenen Urlaub am Reschensee verraten wir dir, warum sich ein Ausflug zum größten See Südtirols lohnt – und geben dir die besten Tipps. Wenn du diesen Beitrag auf italienisch lesen möchtest: Hier der Link zum Lago di Resia.

Der Reschensee im Sommer – mit der schönen Landschaft in Südtirol

Graun – das versunkene Dorf im Reschensee

Wenn du heute über den See schaust, ist kaum vorstellbar, dass hier mal drei Naturseen waren. Es gab auch zwei Dörfer, nämlich Graun und Reschen. Dazu gehörten Bauernhöfe, Felder – eine ganz normale Berglandschaft in Südtirol. Es war eine Heimat für viele. Es war ein Hochplateau auf dem die Bauern von ihrer Viehwirtschaft und dem Getreideanbau lebten. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Südtirol zu Italien. In den 1920ern gab es schon erste Pläne, die Seen für Stromgewinnung zu nutzen. Eine Mailänder Firma wollte aus den drei Seen (Reschensee, Graunersee und Haidersee) einen riesigen Stausee machen: Die Firma Montecatini aus Mailand plante den Bau eines Stausees samt Errichtung eines Staudamms am Reschen Hochplateau, um genügend Wasser für ein Wasserkraftwerk aufstauen zu können.

Das Schlimme daran: Unter der damaligen Diktatur wurde das Projekt einfach durchgeboxt, ohne Rücksicht auf die Leute, die hier lebten. 1950 wurde der Staudamm fertiggestellt. Über 160 Häuser und ein riesiges Stück fruchtbares Land wurden überflutet und zerstört. Viele Familien verloren alles und mussten wegziehen. Das war ein riesiges Unrecht. Die heutigen Bewohner tun sich bis heute schwer, den See positiv zu sehen – für sie ist er oft ein Symbol für den Verlust der alten Heimat. Mit dem Bau des Stausees wurde der Wasserspiegel angehoben – mit den fatalen Folgen, dass die historischen Dörfer Reschen und Graun in den Fluten versanken.
–> versunkenes Dorf Reschensee

Der Kirchturm im See

Als der Stausee geflutet wurde, wurden die Häuser von Alt-Graun gesprengt. Auch die Kirche wurde zerstört. Der Kirchturm St. Katharina blieb jedoch stehen. Und so ist heute der Kirchturm im See ist die größte Sehenswürdigkeit am Reschensee und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Alpen. Nirgendwo sonst steht so ein besonderer Kirchturm im See. Hier alle Infos, wie du am besten dort hin kommst, wie es mit dem Parken ist und was du alles anschauen solltest. Interessant fanden wir auch, dass das gesamte Dorf in den Fluten versank, samt Kirche – aber der Kirchturm stehengeblieben ist. Warum? Man hätte ihn ja auch sprengen können. Du erfährst in diesem Beitrag auch, warum der Kirchturm damals nicht gesprengt wurde:
–> Kirchturm im See

GUT ZU WISSEN
Manchmal wird der Sylvensteinsee mit einem versunkenen Dorf samt Kirchturm in Verbindung gebracht. Das ist jedoch nicht richtig. Im Sylvensteinsee liegt zwar ein versunkenes Dorf, jedoch gibt es keinen Kirchturm. Als vor einigen Jahren der See für Reparaturarbeiten an der Staumauer abgelassen wurde, kamen nur noch einzelne Häuserreste zum Vorschein. Weit und breit kein Kirchturm.

Der Reschensee heute

Aufgrund dieser Vergangenheit tun sich die ehemaligen Bewohner rund um den heutigen Reschensee sehr schwer, dem See etwas Positives abzugewinnen. Sie verbinden ihn eher mit dem Verlust der Vergangenheit, als mit den Chancen der Zukunft. Reisende verstehen das nicht. Sie staunen über die Schönheit des Sees, wenn sich die Sonne in den Wellen spiegelt. Uns ging es genauso, bis wir uns eingehender mit der Geschichte beschäftigt haben. Die Geschichte sollte nicht vergessen werden. Ändern können wir an dem damaligen Unrecht nichts. Deswegen möchten wir den nun den Blick auf das werfen, was heute am Reschensee schön ist. Durch die ungerechte Flutung entstand eine besondere Sehenswürdigkeit:

Reschensee Seerunde

Rund um den Reschensee verläuft ein Weg. Er ist durchwegs für Wanderer und Radfahrer erschlossen. Auf rund 15 Kilometern kommst du einmal um den gesamten See herum. Der Weg ist größtenteils eben – am Ostufer komplett, am Westufer sind kleinere Steigungen zu bewältigen. Mit insgesamt rund 100 Höhenmeter hält sich die Anstrenung bei der Seeumrundung in Grenzen. Wenn du einmal hier bist, solltest du den Rundweg einplanen. Uns hat die Tour um den See in Südtirol extrem gut gefallen. Wir haben die Tour mit dem Fahrrad gemacht, gleich wie damals am Hallstätter See. So läßt sich unserer Meinung die Gegend am besten erkunden. Es gibt bei der Reschensee Rundtour viel zu sehen und die Landschaft der umgebenden Berge ist wunderbar zu anzuschauen. Wir würden diese Rundtour wieder mit dem Fahrrad fahren. Du kannst aber auch die Wanderung planen, je nachdem was dir besser liegt. Schau hier unsere Beschreibung und die Bilder:
–> Reschensee Rundweg

Mit Kite und Segel über´s Wasser

Die Windverhältnisse am Reschensee sind fabelhaft für Wassersport mit Segel. Angeblich soll es nirgendwo sonst in Südtirol so gute Windverhältnisse in Kombination mit einem See geben. Sogar europaweit nimmt die Kiteszene vom Reschensee Notiz. Das führte dazu, daß 2020 eine eigene Kitestation errichtet wurde. Wir haben sie bei unserer Rundtour um den See gesehen. Sie liegt auf einer Landzunge bei Graun. Du kannst dort Kitekurse haben – Anfänger sind ebenso willkommen wie Fortgeschrittene. Am Festland finden die Trockenübungen der Kiteschulen statt, bevor es ins Wasser zum Kiten geht. Wenn du Kitesurfen lernen willst, hast du hier professionelle Vorraussetzungen.

Mit dem Boot auf dem Reschensee

So verlockend das Kitesurfen ausgesehen hat, so kühl war es bei unserem Reschensee Urlaub. Deshalb haben wir das Tretboot dem Kiteboard vorgezogen. Am Ufer in Reschen gibt es einen Tretbootverleih. Lass dich nicht beirren – wir waren anfangs etwas ratlos: Das Büro bei den Tretbooten ist nicht immer besetzt. Sollte gerade niemand da sein, einfach unter der dort angegebenen Nummer anrufen. Das haben wir auch gemacht. Für alle die mit dem Reschensee Schiff fahren möchten: Alternativ zu den Tretbooten zum Selbstfahren gibt es noch ein größeres Schiff, das mit Besatzung über den See fährt und Gäste befördert. Als wir dort gewesen sind, war gerade Niedrigwasser, weshalb die Schiffahrt ruhen mußte. Aber vielleicht geht es ja, wenn du hierher kommst.

Darf man im Reschensee schwimmen?

Ja, du darfst im Reschensee schwimmen. Jedoch ist das Badevergnügen nur für all jene zu empfehlen, denen kalte Wassertemperaturen beim Schwimmen nichts ausmachen. Die Reschensee Wassertemperatur bleibt selbst an heißen Sommertagen unter 20 Grad Celsius. Kiter berichten, dass sie im Sommer kaum 16 Grad gemessen haben. Sobald du dich ins kalte Wasser getraut hast, erlebst du ein besonderes Bergbad mit einmaligem Bergpanorama. Gelegenheiten ans Wasser zu kommen hast du rund um den See. Wir haben bei unserer Rundtour immer wieder mal ein nettes Plätzchen entdeckt, wo man direkt ans Wasser konnte. Das ist der riesige Vorteil des Reschensees – er ist nicht mit Häusern verbaut, wie das vielfach an den Seen in Oberbayern ist.

Reschensee ohne Wasser 2021

Im Jahr 2021 war der Reschensee ohne Wasser. Wegen Instandhaltungsarbeiten am Stausee mußte das Wasser weitgehend abgelassen werden. So kam das versunkene Dorf für einige Wochen ans Tageslicht. Zu sehen waren einige Mauerreste der alten Häuser, vereinzelte Stufen und Betontrümmer. Sie sind im Laufe der Jahre mit einer Schlammschicht überzogen worden, die das Wasser aus den Bergen in den See spült. Mittlerweile ist der See wieder geflutet. Der Wasserstand im See verändert sich übrigens öfter, wenn auch nicht so extrem wie 2021.. Über den Sommer hin wird im Regelfall das Wasser überdurchschnittlich gespeichert. Den Wasserhöchstand sieht man normalerweise im Herbst. Der Grund: In den Winterwochen wird der Strom am ehesten gebraucht und mit dem Wasser wird er gespeichert. Je mehr Wasser im Spätherbst im See ist, desto mehr Strom kann in den Wintermonaten im Kraftwerk beim Ablassen erzeugt werden.

Reschensee Sehenswürdigkeiten

Die Seen am Plateau sind die größten Reschensee Sehenswürdigkeiten. Den Kirchturm darfst du natürlich nicht verpassen. Außerdem empfehlen wir dir einen Blick in die Seitentäler. Davon waren wir überrascht, die Seitentäler hatten wir nicht mit dieser Schönheit auf den Schirm. Wir haben uns anfangs mehr auf den Reschensee an sich konzentriert. Dabei sind die Bergtäler traumhafte Naturparadiese: Das Rojental ist wunderbar zum Wandern. Uns hat das Langtauferer Tal außerordentlich gut gefallen. Es zieht sich vom See bis zum Gletscher. Die Besonderheit: Du kannst auf einer technisch relativ leichten Wanderung bis zum Gletscherabbruch spazieren. Mit etwas Glück gibt es dort eine Gletscherbrücke zu bestaunen. Lohnend ist in Reschen der Abstecher bei der Etschquelle. Dort findest du auch einen der Bunker. Der Bunker 20 ist im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Oberhalb vom Bunker 20 erreichst du weitere Bunker bei einer Wanderung zur Panzersperre Plamort. Schau dir dort unbedingt die Panzersperre an. Das ist einmalig. Außerdem haben wir auf dem Weg entlang des Reschenpasses weitere Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung entdeckt, wie zum Beispiel die Burg Altfinstermünz.

Wissenswert über den Reschensee

Beschreibung des Reschensees:

Der Reschensee erstreckt sich über eine Fläche von etwa 6,77 Quadratkilometern und erreicht eine maximale Tiefe von 28 Metern. Er wurde in den Jahren 1947 bis 1949 durch einen Erdschüttdamm erbaut und hat eine Stauhöhe von 32,5 Metern über der Talsohle. Die Höhe der Bauwerkskrone liegt bei 1501,01 Metern über dem Meeresspiegel. Der See wird von verschiedenen Zuflüssen gespeist, darunter die Etsch, der Rojenbach und der Karlinbach.

  • Zuflüsse: Der Reschensee wird von Quellen gespeist – die Etsch, Rojenbach, Karlinbach und einige kleinere Bäche.
  • Abfluss: Sein Abfluss erfolgt über die Etsch.
  • Geografische Merkmale: Mit einer Länge von sechs Kilometern und einer Breite von etwa einem Kilometer hat der künstliche See ein Stauvolumen von 120 Millionen Kubikmetern. Er dient als Speichervolumen für das Speicherkraftwerk Glurns.
  • Energiegewinnung: Über einen zwölf Kilometer langen Druckstollen wird das Wasser des Sees zu einem Kavernenkraftwerk bei Schluderns geleitet, wo es zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt wird. Die mittlere Jahreserzeugung beträgt etwa 250 Gigawattstunden.
  • Orte: Rund um den See liegen neben dem Hauptort Graun die Dörfer Reschen und St. Valentin auf der Haide sowie die Weiler Kaschon und Spin.
  • Wahrzeichen: Der Kirchturm des im See versunkenen Dorfes Graun ist das Wahrzeichen des Reschensees und ein bedeutender Blickpunkt in der Region.

Geschichte des Reschensees:

Die Geschichte des Reschensees ist eng mit den Plänen zur Nutzung der Wasserkraft verbunden. Bereits ab 1911 wurden erste Studien zur Wasserkraftnutzung im Vinschgau durchgeführt. Die eigentlichen Bauarbeiten begannen jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zuge der Seestauung wurden das Dorf Graun und ein Großteil des Dorfes Reschen überflutet. Der Kirchturm von Alt-Graun ist heute ein bekanntes Wahrzeichen, das aus dem Wasser ragt und an die überfluteten Siedlungen erinnert.

Das Wasser aus dem See wird über einen zwölf Kilometer langen Druckstollen zu einem Kavernenkraftwerk bei Schluderns geleitet. Dort treibt es Peltonturbinen an, die Generatoren mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt antreiben. Die mittlere Jahreserzeugung elektrischer Energie beträgt etwa 250 Gigawattstunden.

  • Vor der Seestauung: Ursprünglich gab es drei Seen, die 1373 erstmals als drei Seen auf der Malserhaide erwähnt wurden. Der Name „Reschensee“ wurde erstmals 1770 als Rescher See dokumentiert.
  • Seestauung: Der heutige Reschensee entstand durch die Vereinigung des alten Reschensees und des Mittersees. Die Seestauung führte dazu, dass das gesamte Dorf Graun und ein Teil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees versanken, was insgesamt 163 Häuser und 523 Hektar fruchtbaren Boden überflutete. Heute ist nur noch der Kirchturm von Alt-Graun aus dem 14. Jahrhundert als Symbol des überfluteten Gebiets sichtbar.
  • Bau des Staudamms: Der Erdschüttdamm des Reschensees wurde zwischen 1947 und 1949 erbaut und hat eine Höhe von 32,5 Metern über der Talsohle.
  • Auswirkungen der Seestauung: Die Seestauung hatte erhebliche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung, wobei viele Menschen auswanderten und große Teile des Landes und der Gebäude überflutet wurden.

GUT ZU WISSEN
Manchmal wird der Sylvensteinsee mit einem versunkenen Dorf samt Kirchturm in Verbindung gebracht. Das ist jedoch nicht richtig. Im Sylvensteinsee liegt zwar ein versunkenes Dorf, jedoch gibt es keinen Kirchturm. Als vor einigen Jahren der See für Reparaturarbeiten an der Staumauer abgelassen wurde, kamen nur noch einzelne Häuserreste zum Vorschein. Weit und breit kein Kirchturm.

Die häufigsten Fragen

Was ist der Reschensee?

Der Reschensee ist ein künstlicher Stausee in Südtirol, Italien. Er liegt in der Gemeinde Graun im Vinschgau und befindet sich südlich des Reschenpasses im Vinschgauer Oberland, dem höchstgelegenen Abschnitt des Etschtals.
Der See wird durch verschiedene Quellen wie die Etsch, Rojenbach, Karlinbach und einige kleinere Bäche gespeist und fließt über die Etsch wieder ab. Mit einer Länge von etwa sechs Kilometern und einer maximalen Breite von etwa einem Kilometer umfasst der See ein Stauvolumen von 120 Millionen Kubikmetern.
Das Wasser des Reschensees wird über einen Druckstollen zu einem Kavernenkraftwerk geleitet, wo es zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt wird. Jährlich werden etwa 250 Gigawattstunden an elektrischer Energie erzeugt. Um den See herum liegen neben dem Hauptort Graun die Dörfer Reschen und St. Valentin auf der Haide sowie die Weiler Kaschon und Spin.

Wo liegt der Reschensee?

Der Reschensee, auch Lago di Resia genannt, befindet sich im Vinschgau, Südtirol, Italien. Er liegt südlich des Reschenpasses im westlichen Südtirol und gehört zum höchstgelegenen Abschnitt des Etschtals, dem Vinschger Oberland.

Woher kommt das Wasser im Reschensee?

Der Reschensee wird hauptsächlich von drei Flüssen gespeist:
– Etsch (Adige): Die Etsch ist der größte Fluss in Südtirol und einer der Hauptzuflüsse des Reschensees. Sie entspringt in den Ötztaler Alpen in Österreich, fließt dann durch das Vinschgau-Tal in Südtirol und mündet schließlich in die Adria.
– Rojenbach: Der Rojenbach ist ein weiterer Fluss, der in den Reschensee mündet. Er entspringt am Tartscher Bichl, einem Berg im Vinschgau, und fließt durch das Rojental.
– Karlinbach: Der Karlinbach ist ein kleinerer Fluss, der ebenfalls in den Reschensee fließt. Er entspringt im österreichischen Teil des Reschenpasses und bildet teilweise die Grenze zwischen Österreich und Italien.
Diese drei Flüsse, insbesondere die Etsch, liefern den Großteil des Wassers, das den Reschensee speist und ihn aufrechterhält. Es ist wichtig zu beachten, dass der Wasserstand des Sees durch den Betrieb des Speicherkraftwerks reguliert wird, um die Stromerzeugung zu optimieren und die Wasserversorgung zu gewährleisten.

Welche Dimensionen hat der Reschensee?

Der Reschensee hat eine Höhenlage von 1498,1 Metern über dem Meeresspiegel (bei Stauziel) und erstreckt sich über eine Fläche von 6,77 Quadratkilometern. Der See ist etwa 6 Kilometer lang und an der breitesten Stelle ungefähr 1 Kilometer breit. Seine maximale Tiefe beträgt 28 Meter. Der Stausee hat ein Speichervolumen von 120 Millionen Kubikmetern und ein Gesamtstauvolumen von 116 Millionen Kubikmetern. Das Einzugsgebiet des Sees umfasst 348 Quadratkilometer.

Wie hoch ist die Reschensee Wassertemperatur?

Das Wasser im Stausee wird nie richtig warm. Selbst in den Sommermonaten beträgt die Reschensee Wassertemperatur im Schnitt 16 Grad. Die geringe Wassertemperatur hat einen Vorteil: Im Winter gefriert der See regelmäßig. Sobald die Eisschicht dick genug ist, darf man Eislaufen und Snowkiten.

Wie tief ist der Reschensee?

Die maximale Tiefe beträgt 28 Meter.

Welche Orte liegen am Ufer des Reschensees?

Am Ufer des Reschensees liegen die Orte Reschen, Graun und St. Valentin auf der Haide. Diese Ortschaften bieten eine schöne Aussicht auf den See und sind beliebte Reiseziele für Touristen, die die Natur und die umliegende Berglandschaft genießen möchten.

Kann man um den Reschensee wandern?

Ja, es gibt einen kompletten Weg rund um den See. Er führt durchwegs am Wasser entlang. Stellenweise verläuft der Weg an der Straße, meist aber fern vom Verkehr.

Welche Funktion hat der Reschensee?

Der Reschensee dient als Oberbecken für das Speicherkraftwerk Glurns. Es handelt sich um ein Pumpspeicherkraftwerk, das die Wasserkraft zur Erzeugung von elektrischer Energie nutzt. Der See speichert das Wasser, das später durch Druckstollen zum Kavernenkraftwerk bei Schluderns geleitet wird, wo es Turbinen antreibt und Strom erzeugt.

Wieviel Strom wird mit dem Wasser vom Reschensee erzeugt?

Das Wasserkraftwerk in Glurns erzeugt mit dem Wasser aus dem Reschensee und Haidersee durchschnittlich 237 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Zum Vergleich: Der Schlegeisspeicher im Zillertal erzeugt jährlich 310 Millionen Kilowattstunden und das Kraftwerk bei den Kaprun Stauseen 300 Millionen Kilowattstunden. Wenn ein durchschnittlicher Haushalt 3500 Kilowattstunden Strom pro verbraucht, können rund 67.000 Haushalte mit dem Strom vom Reschensee versorgt werden.

Welche Besonderheit gibt es am Reschensee?

Die wohl bekannteste Besonderheit des Reschensees ist der im Wasser stehende Kirchturm. Beim Bau des Stausees wurden große Teile des Dorfes Graun und ein Teil des Dorfes Reschen überflutet. Nur der Kirchturm der Pfarrkirche St. Katharina blieb erhalten und ragt nun aus dem See. Der Turm ist zu einem Wahrzeichen der Region geworden und zieht jedes Jahr viele Besucher an.

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